Mineralwasser oder Leitungswasser?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertung(en), Ø 5,00 von 5)
Loading...
leitungswasser

Leitungswasser statt Mineralwasser?

In der Ausgabe 07/2012 der Zeitschrift test stellte Stiftung Warentest fest, dass mehr als zwei Drittel aller getesteten Mineralwasser einen zu niedrigen Mineralstoffgehalt aufweisen. Sogar jedes dritte Mineralwasser ist keimbelastet.

Mangelhafter Mineralstoffgehalt
Getestet wurden 29 natürliche Mineralwässer und 1 Quellwasser, die „Vitalität“, „Bekömmlichkeit“ und „Natürlichkeit“ versprechen. Doch Verbraucher, die sich etwas Gutes tun wollen, werden getäuscht:  Viele Mineralwasser enthalten genauso wenig oder sogar weniger Mineralstoffe als Leitungswasser. Es wurde Markenware ebenso wie günstige Flaschen aus Discountermärkten getestet. Zwei Drittel enthalten weniger als 500 Milligramm Mineralstoffe pro Liter. Die Sorten „Black Forest“ und „Saskia Naturis“ von Lidl schneiden mit weniger als 50 Milligramm so schlecht ab, dass sogar das getestete Leitungswasser aus Großstädten wie Hamburg, Berlin und München mineralstoffreicher ist. Für einen nennenswerten Beitrag zur Mineralstoffversorgung muss ein Gesamtwert von mindestens 1500 Milligramm Mineralstoffe pro Liter auf der Flasche angegeben sein.

Mehr als jedes dritte Wasser keimbelastet
In 12 der 30 getesteten Mineralwässer wurden Keime nachgewiesen. Wer also glaubt, Leitungswasser sei keimbelasteter und Wasser in Flaschen sei ein sicheres und reines Lebensmittel, der irrt. Bei den nachgewiesenen Keimen handelte es sich zwar nicht um Krankheitserreger, doch für alte oder kranke Menschen und Babys kann das verunreinigte Wasser Probleme verursachen. In „Quellbrunn Naturell“ aus der Claudius-Quelle von Aldi Nord fanden die Tester sogar einen Süßstoff – ein Hinweis, dass Abwasser in die Quelle gelangt sein könnte.

Lieber Leitungswasser als Mineralwasser
Mehrere Dinge sprechen also für Leitungswasser: Erstens der Preis: Kostet ein Liter gekauftes stilles Wasser je nach Sorte 13 bis 50 Cent pro Liter, bezahlt man für einen Liter Leitungswasser nur etwa 0,3 Cent, wie zum Beispiel in Köln. Man spart sich das Kistenschleppen und die Pfandrückgabe oder Altglasentsorgung. Und tut nebenbei etwas für seine Gesundheit. Wer auf Nummer sicher gehen will, beispielsweise bei Babys oder älteren Leitungsrohren, kann über den Kauf eines Filtersystems wie dem Wasserfilter Vario Küche nachdenken. Nimmt man die gar nicht so teuren Anschaffungskosten für die Anlage und die Kosten für das halbjährliche Austauschen des Wasserilters in Kauf, steht dem reinen Wasser nichts mehr im Wege.

Kategorie: Magazin Abonnieren via RSS

Ein Kommentar zu “Mineralwasser oder Leitungswasser?”

  1. Hermann sagt:

    Mineralwasser sollte lichtgeschützt und kühl gelagert werden, da sich sonst die Strukturen des Wassers verändert. Speziell bei Supermärkten sieht man Paletten von Mineralwasser oft längere Zeit der Sonne ausgesetzt stehen, bis die Ware endlich im Markt (nicht kühl gelagert) verstaut wird.


Dieses Rezept kommentieren

*